In zentralster Lage und doch an der Schnittstelle zu einer vorstädtischen Bebauung mit Blick in die Landschaft: die exzellente Lage des Wettbewerbsgrundstücks schafft optimale Rahmenbedingungen für eine zukunftsweisende Architektur des Wohnens. Vis-à-vis vom Rathaus gelegen finden sich praktisch alle Einrichtungen des täglichen Bedarfs in fußläufiger Entfernung. Darüber hinaus befindet sich das Grundstück an einem strategischen Punkt der Gleisdorfer Stadterneuerung: gemeinsam mit dem neuen Service-Center des Rathauses, dem bestehenden Kulturzentrum forumkloster (über 500 Veranstaltungen/Jahr) kann das vorliegende Pilotprojekt entscheidend zur Entstehung eines neuen, dritten Stadtplatzes beitragen: dieser würde den Abschluss einer charakteristischen Enfilade im Sinne barocker Platzfolgen bilden, die in nur 3 Minuten Fußweg vom Hauptplatz über den „Platz des Handels“ zum „Platz der Kulturen“ führen wird. Die Entwicklung des Wohnbauprojektes auf dem Grundstück selbst beinhaltet folglich ein hohes städtebauliches Potenzial für die Erneuerung seines Umfeldes.
Umgekehrt begünstigt die siedlungspolitisch vorbildhafte Lage auch ein Wohnen durchmischter Lebensformen und unterschiedlicher Ansprüche. Wohnbau wird hierbei als gesellschaftspolitischer Grundbaustein verstanden, in dem sich zentrale Szenarien und Ansprüche des heutigen Wohnalltags über innovative Ansätze neu artikulieren und verräumlichen können.
Insbesondere die veränderte Präsenz der älteren Generation und die Frage ihrer Integration in den Alltag unserer Gemeinschaften fordert die Architektur dazu auf, das Verhältnis zwischen Intimität, Gemeinschaftlichkeit und Nachbarschaftlichkeit neu zu überdenken: in welcher Weise muss heute die Organisation von privaten, gemeinschaftlichen und öffentlichen Räumen gestaltet sein, um die aktuellen Anforderungen und Sehnsüchten des Alltags neu ausleben zu können? Dieser gesellschaftliche Anspruch soll mit einem neuen Verständnis von Ökologie zusammengeführt werden, um zu einer beispielhaften Architektur führen, deren finanzielle Ökonomie über den entsprechenden Mehrwert an Raumqualität und Nutzungsangeboten gemessen wird.
